Cargo Catalyst
Master Projekt

Cargo Catalyst ist ein neuartiges Versorgungssystem in den Städten der nahen Zukunft. Es ist grundlegend verantwortlich für eine komplette Umstrukturierung des Güterverkehrs innerhalb unseres urbanen Raumes. Der Kerngedanke des ganzen beruht auf der Schaffung eines autonom agierenden Kreislaufes der es ermöglicht die komplette Versorgung und Entsorgung zu übernehmen. Im Fokus der Entwicklung stand immer die völlige Entlastung des Straßenverkehrs. Der dadurch entstehende Freiraum auf den Straßen kann nun zum Lebensraum der Stadtbewohner umstrukturiert werden.

Die grundlegende Funktionsweise von Cargo Catalyst besteht darin ein natürliches Versorgungssystem zu imitieren. Es ist vergleichbar mit unserem eigenen Kreislaufsystem aus Venen und Arterien. Ebenso wie dieses übernimmt Cargo Catalyst die Versorgung der Stadt mit Gütern und ersetzt somit alle Lieferdienste, privaten Transporte und Einkäufe. Auf der anderen Seite übernimmt es aber auch die Entsorgung unseres täglich entstehenden Mülls.

Da mein Projekt die Schaffung einer neuartigen Infrastruktur voraussetzt, musste ich Möglichkeiten finden dieses kompatibel zu unseren Städten zu gestalten, sowie lückenlos zu integrieren. Im Beispiel von Berlin ist mir aufgefallen, dass man die Gesamtsicht auf die Stadt auch als die Anordnung von Cluster verstehen kann. Hierbei werden Wohnhäuser zusammengefasst die jeweils einen gemeinsamen Hinterhof besitzen. Die Hinterhof stellt in meinem Projekt die Schnittstelle zu Cargo Catalyst dar. Von hier aus kann das System beladen bzw. entladen werden und taucht somit in unserem gewohnten Stadtbild nicht auf.

Aus den Hinterhöfen gelangen die Transportmodule durch eine vertikale Bewegung über den Dächer-Pegel und wechseln in eine horizontale Bewegung. Die vertikale Bewegung ist vergleichbar mit der Funktionsweise eines Aufzuges. Die horizontale hingegen mit dem Funktionsprinzip einer Seilbahn angewendet auf mehrere Ebenen mit unterschiedlichen Transportrichtungen. Der Antrieb ist somit stehst ausgelagert und nicht in den Transportmodulen integriert. Dies ermöglicht den Einsatz von weit mehreren Modulen mit einer höheren Frequenz. Auch aus diesem Grund ist die Größe eher kleingehalten und auf den Transport von einer genormten Europalette zugeschnitten.

Die Grundidee der Transportmodule ist die Bereitstellung eines Träger der unterschiedliche austauschbare Transportbehälter im System verschicken kann. Durch einen simplen Einhänge Mechanismus können die Container aufgenommen und abgestellt werden. Der gesamte Ablauf ist autonom und funktioniert völlig automatisch. Dadurch werden die Module immer perfekt der Auslastung entsprechen im gesamtem System verteilt.

Mein persönlicher Fokus lag vor allem auf der Lösung des mechanischen Problems. Der Wechsel von einer vertikalen zu einer horizontalen Bewegung musste entwickelt werden, sowie der Mechanismus der es ermöglicht zwischen den Transportebenen umzugreifen.